Donnerstag, 6. Juli 2017

Danke

Danke !


Wir danken unseren Spenderinnen und Spendern:
(In alphabetischer Reihenfolge der Wohnorte und Namen - letzte Aktualisierung : 13 Januar 2018 )
B.
M+WZ
M.G.
TM ( Zum Hinschied von Frau OS)
W.M.Z.
Z.
R.L.
Aarau
C.T.G.
Areuse
J.P.B.
Arnex-sur-Nyon
A.L.
AU
C.B.
Auvernier
R.V.
Bâle
K.G .
Basel
C.A.
Belp
W.E.A.E.
Belp
C.G.
Berlingen
L.L.
Bern
O.S.B.
Berne
P.C.P.
Berne
P.A.C.K.
Bienne
M.B.F.
Blankenburg
S.R.
Blonay
E.Z.
Bowil
H.
Bowil
P.C.M.F.
Bowil
R.Z.
Bowil
V.F.K.
Braunau
A. J.-D.
Bussigny
V.T.A.L.C.
Chaux-de-Fonds
J.V.
Cormoret
E.S.N.F.
Delémont
K.R.C.
Delémont
S.R.
Diesse
D.J.
Étagnières
G.G.
Feutersoey
H.W.B.
Feutersoey
H.R. C.V.
Frauenfeld
K.L.T.
Granichen
E.S .
Grosshöchstetten
J.R.
Grosshöchstetten
L.R.
Grosshöchstetten
H
Gstaad
H.-K. H.
Gstaad
D.M.R.
Hauterive
P.G.
Hauterive
R.M.W.
Hauterive
V.S.
Henggart
B.T.E.
Kaufdorf
N.S.
Kerns
F.S.
La Chaux-de-Fonds
J.T.
La Chaux-de-Fonds
M.J.
La Chaux-de-Fonds
V.R.
La Chaux-de-Fonds
M.P.
La Neuveville
C. L.
Laconnex-Genève
F.I.W.L.
Landeron
M.M.S.
Lausanne
B.S.W.
Lehnherr
M.L.
Marin
A.M.M.
Marin-Epagnier
P.T.B.
Marin-Epagnier
R.E.P
Marin-Epagnier
M.L.
Matten
U.R.Z.B.
Matten
Y.P.
Mézières
W.B.
Montmirail
B.P.
Môtiers
H.G.
Mühlethurnen
M.I.H.
Münchenbuchsee
A.P.
Neuchâtel
D.J.
Neuchâtel
J.M. P.
Neuchâtel
WH
Neuchâtel
R.S.
Niederönz
J.J.D.G.G.
Péry
E.K.
Pontarlier
M.L.K.
Prêles
S.B.
Reutigen
B.G.K.W.
Rorschacherberg
Pfarramt
Schlosswil
C.W.V.
Sissach
C.B.
Sonvilier
W.M.
Sonvilier
J.J.S.
St-Blaise
L. et P. G.
St-Blaise
M.L.
St-Blaise
M.M.
St-Blaise
O.M.R.T.S.
St-Blaise
S.J.J.S.
St-Blaise
O. H. B.,
St. Blaise
K.S.
St. Stephan
O.R.K.
St. Stephan
O.S.
St. Stephan
B.Z.
Stettlen
A.M.
Thun
A.S.
Thun
B.S.S.
Thun
H.J.U.A.
Thun
R.F.
Thun
R.K.E.Z.
Thun
P.S.
Trachselwald
P.M. A.M.
Tramelan
H.W.,
Urentfelden
A. R.
Uznach
L.E.B.R.
Vauffelin
C.M.
Vullierens
I. et E. C.
Wavre-Marin
S.B.B.
Wettingen
P.A.
Wichtrach
C.G.
Winterthur
V.R..,
Winterthur
M.Z.
Wittenbach
P.K.
Worblaufen
D.W.
Zweisimmen
P.L.
Zweisimmen
R.B.
Zweisimmen
T.G.
Zweisimmen
W.L.
Zweisimmen
H.K.B.F.
Zäziwil
S.S.
Zäziwil
Herzlichen Dank den Kirchgemeinden ...
Kirchgemeinde ArchParoisseArchRef. Kirchgemeinde Baden
Kirchgemeinde KleinbaselBaselKirchgemeinde BiglenParoisseBussnang
Paroisse de l'Entre-deux-Lacs CornauxCornauxKichgemeinde DaerstettenParoisse de l'Entre-deux-lacs
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Kirchgemeinde GsteigEvangelische Kirchgemeinde HenggartKirchgemeinde Jenaz
Evangelische Kirchgemeinde KoppigenGem. Laufenburg Kichgemeinde Lyss
Pfarramt MeiringenKichgemeinde MellingenParoisse réformée de Môtier-Vully
Evangelische KirchgemeindeRapperswil-JonaKirchgemeinde ReutigenEvangelische Kirchgemeinde Saanen
Reformierte Kirchgemeinde SchlosswilParoisse évangélique réformée de St-ImierSt-ImierReformierte Kirchgemeinde St. Stephan
Kirchgemeinde SteffisburgParoisse réformée évangélique TramelanTramelanKirchgemeinde Ursenbach
Evangelische Kirchgemeinde UznachKirchgemeinde WalkringenRef. KirchgemeindeWettingen-Neuenhof
Pfr. U.B.,WinterthurEvangelische Reformierte GemeindeWinterthur-SeenReformierte Kirchgemeinde Zweisimmen
Koll. Di-Kirche Zäziwil
und den Organisationen, Behörden, Stiftungen, Vereine, Institutionen
Fondation JERIKO
Pain pour le Prochain
Verein TECUM
Reformierte Landeskirche
Aarau
Verein für mittellose Kranken
Aarau
Römisch-Katholisches Stadtpfarramt
Baden
Evangelisches Missionswerk
Basel
Synodalverband Bern-Jura
Bern
Eglise réformée évangélique de la République et Canton du Jura
Delémont
AS'Ciarue Enges
Enges
Asssociation suisse romande ASRSP
Genève
Fondation des retraites de
Grandchamp
Aumônerie du CHUV
Lausanne
Centre Hospitalier Universitaire Vaudois
Lausanne
Fondation Coliver
Lausanne
Fondation de Champ-Soleil
Lausanne
Verein für Seelsorgeausbildung
Luzern
Eglise réformée
Neuchâtel
Fonds Brandt
Neuchâtel
Raiffeisenbank
Obersimmental
Refornierte Kirche
Rheinfelden
Schweizerisches Verein für freies Christentum,
Schmiedrued
Reformierte Kirchgemeinde OEME 2014
Steffisburg
Don Camillo Communität
Thielle
Sarons-Bund Evangelische Schwesternschaft
Uznach
Association romande de supervision pastorale
Vinzel
Lisanga Verein
Wilchingen
Interaction Zurich
Zurich
Katholische Seelsorge
Zurich
für die grosszügigen Unterstützungsbeiträge.
Die Personen, welche die Träger des Projektes zu treffen wünschen, sind eingeladen, Kontakt aufzunehmen.

Donnerstag, 1. Juni 2017

Projekt der Ausbildung in klinischer Seelsorge für Spitalpfarrer im Congo DR

Projekt der Ausbildung in klinischer Seelsorge für Spitalpfarrer im Congo DR
Spezialisierte Ausbildung
6-wöchige Kurse im Rahmen einer Klinik werden seit 2010 in den vier wichtigsten Städten des Congo DR angeboten. Sie stehen offen für Seelsorger beider grossen Konfessionen.

Es ist das Ziel dieser Ausbildung professionell qualifizierte Seelsorge zu gewährleisten. Ein Seelsorger soll fähig werden, den Kranken eine tragende Begleitung zu geben, dies besonders auch im Rahmen interdisziplinären Handelns.

Die schwierige Realität in den Krankenhäusern
Kranke und Opfer traumatischer Erfahrungen landen im Krankenhaus. Die Gefahr, dass das Spital zum Sterbeort wird, ist enorm. Ohne den Rückhalt einer Familie sind die Überlebenschancen klein. In ähnlicher Richtung wirkt auch die Landflucht: Menschen landen in der Stadt und leben ohne soziale Bezüge gefährdet. Wem kein Essen ins Spital gebracht wird, verhungert. Die Spitalpfarrer sind somit ganz wichtige Wortführer und Hilfsvermittler dieser hilflosen Menschen.
Wie geschieht diese Hilfe?
Das grosse Ziel ist es, diesen Menschen einen Weg zu zeigen, wie sie selbst eigene Hilfsquellen entdecken können. Verstanden-werden/verstehen, die eigene Sprache finden und Spiritualität sind die Wege, die dahin führen.
Unsere Ziele
  • Unsere Weiterbildung für Pfarrer zielt auf eine angemessene Begleitung der Kranken, auf die Befähigung, autonom zu handeln, Selbstvertrauen zu entfalten und hoffnungsvoll zu werden.
  • Eine oekumenische Seelsorge erhält in einem Krankenhaus vermehrte Glaubwürdigkeit. Wir hoffen, dass bis ins Jahr 2020 in allen 500 Spitälern des Landes Seelsorger angestellt werden.
  • Im Rahmen einer Klinik steht die Seelsorge für eine ganzheitliches medizinisches Handeln. Somit werden die Spitäler Orte der langfristigen Heilung und bleiben nicht auf „körperliches Reparieren“ beschränkt.
  • Im Blick auf das Ganze des Landes ist es zentral, dass die Gründe und Hintergründe für Armut, Ohnmacht und Gewalt kleiner werden. Dies gelingt nur, wenn Menschen auch innerlich heil werden können.
Die Entwicklung des Projektes
Von 2010 bis 2016:
  • 14 sechswöchige Kurse konnten in der Tradition des CPT (Clinical Pastoral Training) durchgeführt werden
  • 150 Pfarrer, Priester und einige Nichttheologen konnten sich in einem professionellen Rahmen für die Begegnung mit Kranken ausbilden.
  • 10 Kursleiter-Supervisoren konnten ausgebildet werden (5 davon wurden bereits 2015 anerkannt), um die Arbeit selbständig weiterzuführen.
  • Pro Jahr profitieren auf diese Weise zwischen 6000 und 20'000 Personen von einer qualifizierten Seelsorge.
  • Seit 2016 hat das Centre hospitalier in Goma – unterstützt vom Organismus Heal Africa- die Kosten für die Ausbildung der Spitalpfarrer aus dem Osten des Landes übernommen!
Die erhaltenen Mittel
fliessen in die Bedürfnisse der Durchführung eines Kurses. Die Kosten eines einzigen Kurses belaufen sich auf ca. 15'000.- Fr. (im congolesischen Kontext ist es notwendig, die Kursteilnehmer zu logieren und zu verköstigen).
Verantwortlicher des Projekts
Alfred Mbuta, Hauptverantwortlicher für Spitalseelsorge der Eglise du Christ au Congo (ECC), Initiant des Projektes

Trägergruppe in der Schweiz:
Marc Jeannerat, Christiane Koltzer, Johannes Flückiger, Jean-Claude Schwab und Klaus Völlmin, Kursleiter CPT

Wenn Sie direkten Kontakt wünschen, bitte hier klicken...
eine Kursgruppe
die Weiterbildung geschieht in der direkten Begleitung der Krankenhaus...
oder in Konfrontation an den Orten des Leidens wie diesem Flüchtlingscamp..
oder im Erleben der eigenen Widerstandskraft..
im Üben einer schwierigen Situation wie hier im Rollenspiel..
oder in der Vorstellung der Seelsorgearbeit im Rahmen einer Vorlesung an der Uni.
Die Seelsorge nimmt ihren Platz als Teil der klinischen Pflege (hier in Mbuji-Mayi).



Video von 2 Minuten (Click auf das Bild)




Publiziert von „Projekt CPT Congo

Freitag, 17. Februar 2017

Jahresrückblick 2016

Jahresrückblick 2016


Inhaltsverzeichnis

Ein Klick auf eine Zeile zeigt den entsprchenden Abschnitt

Einführung

Das Umfeld

Was hat das Projekt im Jahre 2016 erreicht?

Zur heutigen Struktur des Projektes

Heal Africa schafft in Goma ein Zentrum zur Ausbildung von Spitalseelsorgern

Eine positive Bilanz

Schwierigkeiten

Echos über die Kurse

Überblick über die Aktivitäten

Der Kurs in Mbuji-Mayi

Kurs in Kinshasa vom 8.Juli bis 13.August 2016

Der erste Kurs im Ausbildungszentrum von Heal Africa

Unsere Vereinigung CPT Congo

Einige Buchhaltungsdaten

Bewertung des Preises der Tätigkeit im Kongo

Zeitliche Entwicklung

Anhang

Mitglieder unserer Vereinigung

Der Kreis der Geberinnen und Geber

Die Grundlagen des Projektes

Das CPT und seine Grundlagen, seine Verbreitung

Die Ziele unseres Vereins

Auswertung

Ständige Weiterbildung

Weiterbildung für die Kursleiter selber

Echos

Einführung

Dieser Text beschränkt sich auf wichtige Informationen des Vereins CPT-Congo. Dies sind vorallem die Bemühungen in der Schweiz, die nötigen finanziellen Mittel zu finden. Die Aktivitäten im Congo selber kommen ausführlicher und mit Bildern zur Sprache. Herkunft und Ziele des CPT sind in früheren Dokumenten bereits ausführlich zur Sprache gekommen.

Das Umfeld

Das zweite und letzte Mandat von Präsident Kabila ist am 19.Dezember 2016 zu Ende gekommen. Da sich Josef Kabila weigert, sein Mandat abzugeben, ist im Congo eine Oppositionsbewegung entstanden. Eine friedliche Demonstration wurde am 19.September auf blutige Weise unterdrückt. Seither herrscht grosse Verunsicherung, die Oeffentlichkeit ist wie gelähmt.

Immerhin am 31.Dez.2016 kam eine vorläufige Vereinbarung zwischen Regierung und Opposition zustande, was möglicherweise einen Bürgerkrieg verhinderte.

In den Provinzen Nord- und Südkivu dauern die Gewalttaten als Folge von schwachen Provinzregierungen an. Die Bevölkerung in den dortigen Gebieten lebt in einem Dauerstress. Auf diesem Hintergrund gewinnt die Entfaltung der Spitalseelsorge zunehmend an Bedeutung.

Was hat das Projekt im Jahre 2016 erreicht?

Ende 2015 konnten vier Kursleiter-Supervisoren – sie haben ihre Ausbildung allein im Congo erhalten – anerkannt werden. Das bedeutet eine neue Etappe in unserem Projekt, dass nun einheimische Leiter an der Arbeit sind. Die drei langen Kurse in Mbuji-Mayi, Kinshasa und Goma 2016 wurden gänzlich von ihnen gewährleistet, unterstützt wurden sie von vier weiteren Kursleitern in Ausbildung. Für Ende 2016 war die Anerkennung von weiteren fünf Kursleitern vorgesehen gewesen, doch die instabile politische Lage verlangte eine Verschiebung ins 2017.

Zur heutigen Struktur des Projektes

Im Dezember 2015 haben sich die damaligen 12 Supervisoren in Ausbildung in Zusammenarbeit mit der Kirchenleitung ECC eine Struktur gegeben:
  • Bildung eines Rates der Supervisoren, der für alle Belange zuständig ist
  • Bildung eines Ausbildungsrates, der für die berufliche Qualifikation steht. Es geht dabei hauptsächlich um das Einhalten der internationalen Normen
  • Schaffung eines permanenten Büros, das die Projekte koordiniert

Heal Africa schafft in Goma ein Zentrum zur Ausbildung von Spitalseelsorgern

Die Spitalvereinigung Heal Africa hat auf dem Hintergrund unserer Seelsorgeprojekte in Goma im Oktober 2016 ein eigenes Ausbildungszentrum für Spitalseelsorge geschaffen! Heal Africa ist dank Unterstützung aus Australien, England und USA in der Lage diese Aufgabe finanziell zu tragen. Die fachliche Qualifikation liegt in den Händen unserer CPT-Kursleiter. Konkret bedeutet das, dass einer von drei langen Kursen von Heal Africa finanziert wird!

Eine positive Bilanz

Die Anerkennung der ersten 5 einheimischen Supervisoren im Congo bedeutet für uns eine grosse Freude. Das Weitergeben von Kompetenz haben die örtlichen Kirchenbehörden sehr gelobt. Die Anstrengungen für fünf weitere Anerkennungen im 2017 gehen weiter. Drei Supervisoren in Ausbildung sind noch auf dem Weg. Unsere Bemühungen konzentrieren sich heute auf die Ausbildung der Leiter. Ehemalige Kursteilnehmer stehen ausserhalb der aktuellen Bemühungen. Wir hoffen allerdings, dass sich dies schon in Kürze ändern wird. Zu gross und zu wichtig sind die Fähigkeiten der Seelsorger im Blick auf die andauernden Gewalterfahrungen vielen Menschen.

Die Schaffung des Ausbildungszentrum in Goma ist die direkte Frucht der zwei CPT-Kurse in Goma 2013 und 2015 und zwei Informationswochen an der Uni von Goma. Der Direktor von Heal Africa hat uns stets intensiv unterstützt.

Schwierigkeiten

Unsere Kollegen im Congo arbeiten bei schlechtem oder gar keinem Lohn. Die Kommunikation ist oft erschwert durch fehlende Internetverbindungen, fehlendem Strom und Transportmöglichkeiten.

Einer der Logistikverantwortlichen wurde während eines Kurses von den Bedürfnissen der Teilnehmer „überrollt“, musste Geld aufnehmen, was wir ihm allerdings von der Schweiz aus rückerstatten konnten.

Echos über die Kurse

Die meist gehörten und bewegendsten Aussagen über die Weiterbildung stammen aus dem Munde der Ehegattinnen der Kursteilnehmer! Sie können oft kaum glauben, was für positive persönliche Veränderungen ihre Männer erlebt haben... Ganz ähnlich auch Gemeindeglieder: „Ist mit unserem Pfarrer ein Wunder geschehen?“ist die Frage und die Antwort lautet: „Nein, das passiert, wenn wir lernen, gut hinzuhören..!“

Überblick über die Aktivitäten

Der Kurs in Mbuji-Mayi (29.April bis 3.Juni 2016) Bericht von Samuel Aluta

Leitung: Samuel Aluta, Kursleiter CPT, mit den Co-leitern Bylord Ilunga und Ruben Mumpasi.

Die Kursgruppe bestand aus acht Teilnehmenden.
von links nach rechts:
Benoit Kitenge Ngoyi, Verantwortlicher der Logistik,
Ruben Mumpasi, Leiter in Ausbildung,
Samuel Aluta, Hauptleiter und Bylord Ilunga, Leiter i.A.
Während des ganzen Kurses galt die grosse Aufmerksamkeit dem Bemühen, sorgfältig hin- zuhören und dementsprechend zu kommunizieren. Das sind die Grundvoraussetzungen für eine gute Begleitung! Die Analyse der Gesprächsprotokolle galt deutlich dem Agieren und Reagieren des Seelsorgers.

Das Engagement war von seiten der Teilnehmenden wie der Leitenden sehr hoch und der Ruf nach einer vergleichbaren Fortsetzung wurde sehr bald laut.

Das häufige Ausbleiben des elektrischen Stromes machte die Wahrnehmung der Aufgaben öfter sehr schwierig: wie können die Dokumente kopiert werden? Meist arbeiteten wir in drei Gruppen, an zwei Nachmittagen fanden die Besuche im Spital statt. An vielen Stellen kamen immer wieder Dank und Befriedigung zum Ausdruck!

Die Bevölkerung vom Mbuji-Mayi hat sich sehr gastfreundlich gezeigt, immer wieder wurde der Mangel an Trinkwasser schmerzlich und schwierig erlebt. Es war eine Freude zu spüren, wie die Teilnehmenden am Ende der Arbeit danach verlangten, einen einfacheren Zugang zu den Spitälern zu finden, um ihr Seelsorger-sein auch angemessen einsetzen zu können.


Kurs in Kinshasa vom 8.Juli bis 13.August 2016 (Leitung Cyrille Ikomba)

Cyrille Ikomba wird com Co-leiter Cyril Siassia begleitet. Kursort ist das Kloster der Combonier, Arbeitsort ist die Universitätsklinik von Kinshasa. Der Weg vom einen zum andern Ort meist mit Motorrad ist oft risikoreich und bereitet Herzklopfen.

links Cyrille Ikomba, anerkannter Kursleiter CPT,
rechts Cyril Siassia Co-leiter
Am Kurs nehmen 8 Kollegen teil. Das Kloster ist ein angenehmer Aufenthaltsort und bietet alles nötige. Die Teilnehmenden sind gut motiviert am Lernen und bereit, in Veränderungen zu gehen. Einer von ihnen, Pfarrer Serge ist gleichzeitig finanzieller Administrator der Uniklinik. Er hat sich schon seit einiger Zeit weitergebildet in Fragen der Sterbebegleitung. So nimmt die Kursgruppe gerne auch ein Stück inhaltlicher Fortbildung von ihm entgegen.

Bei Kursabschluss sind der Vizepräsident der Eglise du Christ au Congo und Professor André Masiala (Mitglied des Ausbildungsrates) zugegen.



Der erste Kurs im Ausbildungszentrum von Heal Africa

links Bylord Ilanga, Co-leiter,
Grégoire Ntobo, Hauptleiter und
Sophonie Kasiki, Logistiker und Leiter des Zentrums.
Heal Africa hat sein eigenes Kurszentrum eingeweiht! Das Zentrum wird finanziell durch Heal Africa getragen, die Bildungsaufgaben liegen in der Hand der CPT-Fachleute.

Sophonie Kasiki - als Seelsorger von Heal Africa getragen – ist Präsident dieses neuen Kurszentrums. Es befindet sich 15 km von Goma entfernt im Busch. 14 Teilnehmende sind dabei und freuen sich an der Eröffnung.

Grégoire Ntobo und Bylord Ilanga sind verantwortlich für die Kursleitung während 6 Wochen. In den ersten Kurstagen werden sie noch zusätzlich von Jean-Claude Schwab begleitet.

Wie wir das mittlerweile gewohnt sind, spüren wir in den ersten Tagen des Kurses ein grosses Staunen und Befremden über das Fehlen von Vorträgen und Papieren. Unser Hauptelement: Austausch über die eigenen Erfahrungen ist gewöhnungsbedürftig. Doch sehr schnell wird es anders und die Freude ist gross über den gemachten Entdeckungen in der eigenen Existenz!

Unsere Vereinigung CPT Congo.

Unser Verein hat am 8.November in Bern seine Jahrestagung abgehalten. Jean Steiner und Olivier Mauris konnten wir als Rechungsrevisoren gewinnen. Sie konnten bereits unsere Rechungen von 2014 und 2015 durchgehen und für gut befinden. Dies ist im Blick auf das Erhalten des Ehrenkodes ein wichtiges Element. Unsere Vereinigung versucht das Label des Ehrenkodex zu erreichen. Im Blick auf viele weitere Schritte in der Zukunft kann dies ein unerlässliches Instrument werden.

Die Mitglieder unseres Vereins sind in ständigem Kontakt zueinander, um alle laufenden Aufgaben in ihrer Komplexität möglichst genau. Viele unserer Entscheide treffen wir also auf diesem Weg des direkten elektronischen Austausches. Wir folgen damit auch den in den Statuten vorgegebenen Regeln.

Einige Buchhaltungsdaten

Bewertung des Preises der Tätigkeit im Kongo

Bemerkung: die Gesamtzahl der Subventionen entspricht 57 % des totalen Preises der Tätigkeiten, das bedeutet, daß zwei Fünftel des Wertes des Projektes aus dem Kongo stammt.


Zeitliche Entwicklung

Bemerkung: Die Kurse werden heute von afrikanischen Erwachsenenbildnern durchgeführt. Die Daten sind heute etwas lückenhaft, weil die Kurse von afrikanischen Erwachsenenbildnern durchgeführt werden.


Verein Projekt CPT im Kongo
Der Präsident : Der Sekretär : Der Buchhalter :
Klaus Völlmin Jean-Claude Schwab Marc Jeannerat



Die Personen, welche die Träger des Projektes zu treffen wünschen, sind eingeladen, Kontakt aufzunehmen.

Anhang

Mitglieder unserer Vereinigung

(im Verlauf von 2016 erfolgte keine Veränderung)

Klaus Völlmin (bkvoellmin@bluewin.ch), pensionierter Pfarrer, Kursleiter CPT (deutsch und französisch). Er ist seit dem Aufkommen des CPT in der deutschen Schweiz aktiv. Präsident des Vereins mit vielen Beziehungen in der deutschen Schweiz.

Jean-Claude Schwab (jct.schwab@bluewin.ch) pensionierter Pfarrer, CPT-Kursleiter, Sekretär des Vereins

Marc Jeannerat (mjeannerat@bluewin.ch),pensionierter Pfarrer, Leiter CSP Bern-Jura, Finanzverwalter und besorgt Informatikaufgaben

Johannes Flückiger (jch.flueckiger@bluewin.ch), Synodaler der Kirchen Bern-Jura-Solothurn

Christiane Kolzer (ch.kolzer@bluewin.ch) Psychiatriepflegefachfrau, Ausbildung zur Spitalseelsorgerin, wesentlich beteiligt im Aufbau einer oekumenischen Spitalseelsorge im Jura

(laut Stauten kennen wir keine Amtszeitbeschränkung)

Der Kreis der Geberinnen und Geber

Die Zahl unserer Geberinnen und Geber übersteigt 100, das sind private Spender oder Institutionen und Kirchgemeinden der deutschen und französischen Schweiz. Ein guter und verlässlicher Informationsfluss erfordert von den Trägern des Projektes ständige Präsenz. Für Geberinnen und Geber stehen die Internetseiten mit den aktuellen und Hintergrundinformationen auf deutsch und französisch bereit.


Die Grundlagen des Projektes

Pfarrer Alfred Mbuta,
Leiter des Departementes für Spitalseelsorge
Es geht darum, die Spitalpfarrer im Congo für ihre besondere Aufgabe in einer Klinik auszubilden. Das Projekt hat zwei Gesichter, das eine davon ist der Verein CPT Congo in der Schweiz. Das andere ist die congolesische Kirche vertreten durch ihr Departement der Spitalseelsorge. Die Aufgaben sind beiderseits klar limitiert. In der Schweiz werden die finanziellen Mittel zusammengetragen und übermittelt. Das Departement der Spitalseelsorge zusammen mit dem Rat der ausgebildeten Supervisoren schreibt Kurse aus und sorgt für ihre optimale Durchführung.

Das Gesicht der Vereinigung ist wesentlich geprägt durch die drei Kursleiter-Supervisoren CPT: Klaus Völlmin (Präsident) und Jean-Claude Schwab (Sekretär) und andrerseits durch Alfred Mbuta, Leiter des Departementes für Spitalseelsorge. Sie sind seit 2009 in ständigem gegenseitigen Austausch.


Das CPT und seine Grundlagen, seine Verbreitung

Das CPT ist eine Form der Erwachsenenbildung. Die Grundelemente sind persönliche Begegnungen und deren Aufarbeit im Rahmen von Gruppenarbeit unter Supervision. Im CPT gehen wir von der Grunderkenntnis aus, dass jede Berufsperson, die in ständigem Austausch mit anderen Personen steht, elementar darauf angewiesen ist, gehört, gefühlt und beobachtet zu werden. Im CPT ergänzen wir diese Arbeit auch mit der spirituellen Dimension, den Fragen, wie kann seelsorgliche Begleitung durch diese und jene Person heilend wirken.

Die Wurzel dieser Bewegung entstanden in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Nach dem Weltkrieg kam die Bewegung nach Europa und schliessich auch in die andern Kontinente. Dank der Initiative der congolesischen Kirche kam die Bewegung auch in die francophonen Länder Afrikas. Der beauftragte Departementsleiter Alfred Mbuta kam 2009 in die Uniklinik nach Lausanne. Von dort wurde er zur CPT Vereinigung gewiesen. Jean-Claude Schwab als anerkannter Kursleiter-Supervisor nahm den Auftrag an. Ein zweiter Kursleiter konnte mit Klaus Völlmin gewonnen werden. Mit wenig Mitteln können erste Kurse 2010 und 2011 durchgeführt werden.

2012 erfolgt die Gründung des Vereins CPT Congo mit dem Ziel, vermehrte Geldmittel zu beschaffen. 2013 kann mit Alfred Mbuta ein erster congolesischer Kursleiter anerkannt werden.

Die Ziele unseres Vereins

Es sind die klaren Ziele unseres Vereins, der congolesischen Kirche die nötigen Mittel für die Ausbildung der Spitalpfarrer zur Verfügung zu stellen. Unsere Grundregeln.

Unser Konto wird von der Kantonalbank Bern verwaltet. Über alle Bewegungen auf diesem Konto wird an der jährlichen Hauptversammlung Auskunft gegeben. Die jährlichen Kontrollen werden durch Revisoren gewährleistet. In alle Geschäfte kann Einsicht genommen werden.

Zu diesen Leistungen hinzu treten von Seiten Alfreds Mbuta, der Schweizer Kursleiter und Vereinsmitglieder auch eine Fülle freiwilliger Beiträge in verschiedener Form!


Auswertung

Ein Test am Kursende ist verknüpft mit einer Auswertung.

Der Test am Kursende besteht darin, dass alle Teilnehmenden eine Auswertung schreiben und eine solche von Seiten ihres Supervisors erhalten. Die Berichte setzen voraus, dass die Teilnehmenden alle erforderlichen Aufgaben erfüllt haben, insbesondere eine kontinuierliche Selbst- und Fremdeinschätzung. Diese Berichte werden mit den anfänglich von den Teilnehmenden festgehaltenen persönlichen Zielen verglichen. Dies ergibt ein sehr präzises Bild über das, was stattgefunden hat und auch über das, was noch aussteht.

Ständige Weiterbildung

In den grossen Städten finden mittlerweile Weiterbildungen für Kursabsolventen statt. Sie wollen die Weiterentwicklung fördern und hochhalten.

Die CPT-Kurse finden in einem oder mehreren Spitälern statt. Denn, wir wollen dort sein, wo sich das Leben ereignet. D.h auch immer, dass die Kontakte mit den Spitalleitungen vorausgehend geknüpft worden sind. Die Verantwortlichen der Spitäler erkannten meist sehr bald die Herausforderung und die Chance Ort einer Kursveranstaltung zu sein. Bedeutet doch die Anwesenheit eines Kurses ein ganz neues Augenmerk auf die Qualität und die Qualifizierung der Seelsorge. Das hat auch schon dazu geführt, dass die Spitalleitungen die Kirchen um Seelsorge, resp. um qualifierte Seelsorge ersucht haben!

Weiterbildung für die Kursleiter selber

Alle 2 bis 3 Jahr findet auch ein Methodiktraining statt. Die Häufigkeit hängt von verschiedenen Faktoren wie Anzahl der Kandidaten, der beabsichtigten Kurse und finanziellen Mitteln ab. Supervision.

Die Kursleiter-Kandidaten brauchen die Begleitung anerkannter Supervisoren. Das setzt die Anwesenheit von anerkannten Supervisoren voraus. Dies sind im Moment die folgenden Personen: Prof.André Masiala, Alfred Mbuta, der Dekan der pädagogischen Fakultät von Kisangani, den Chefarzt in Bunia und die weiteren vier anerkannten Supervisoren Samuel Aluta,Cyrille Ikomba, Grégoire Ntobo und Joel Kuvuna (anerkannt Ende 2015).


Echos

Bis heute fehlen uns breiter abgestützte Echos von Seiten der Patienten, ihren Angehörigen und ihren Pflegenden. Bekannt sind uns die von den Seelsorgern gehörten und weitergegebenen Echos. Daraus ergibt sich das Fazit: die Patienten drücken ihre Anerkennung dafür aus, dass sie gehört, ernst genommen und in der Tiefe verstanden worden sind. Sie danken dafür, dass sie in schwierigen Gefühlen begleitet wurden und auf diese Weise ihre eigenen Widerstandskräfte wieder gefunden haben. Andere Zeugnisse reden von rascher Besserung, Heilung und Stärkung auf ihrem Weg.

Doch auch die Veränderungen für die Kursteilnehmenden sind vital und beeindruckend. Sie kommen in den Kurs, um ihr „Werkzeug“ besser kennen zu lernen und ihre Kompetenzen zu erweitern. Doch die Hauptentdeckung ist, dass sie sich selber als das Hauptwerkzeug schätzen und lieben lernen. Sie erleben beglückt innere Veränderungen und freuen sich an ihren in ihnen schlummernden Fähigkeiten. Sie sagen uns oft, ich kehre ganz anders zurück als ich gekommen bin.

Samstag, 5. November 2016

Ein neuer Ausbildungsort für die Spitalpfarrer in Goma


Ein neuer Ausbildungsort für die Spitalpfarrer in Goma


Zwei Visionen finden sich
( von Jean-Claude Schwab)

Ich komme eben zurück von der Teilnahme der Eröffnungsfeier des Ausbildungszentrum von Heal Africa und der Eröffnung einer cpt-Kurseinheit! Hier haben sich zwei Visionen getroffen: einerseits ein Spitalzentrum, das die Kranken in einem ganzheitlich-medizinischen Engagement aufnehmen will, wie es der Vision seines Gründers Dr. Jo Lusi entspricht. Dr.Lusi verfolgt in seiner Arbeit zwei Ziele, die klassische medizinische Behandlung und die innere Gesundung einer Gesellschaft durch die Aufnahme von Frauen, die in ca. 130 Ortschaften des Ost-Congo Gewaltakte erlitten haben . (dazu heal Africa).
Für Dr.Lusi ist ganz klar, dass traumatisierte Menschen nur mit medizinischer, psychischer und seelsorglicher Hilfe Heilung finden können. So hat Dr.Lusi von Anfang an dafür gesorgt, dass in den 90 Spitalzentren, die er regelmässig besucht, seelsorgliche Arbeit geleistet wird.

Und hier treffen sich unser beider Interessen: die Ausbildung der Spitalpfarrer, die wir 2010 erst in Kinshasa, dann im ganzen Land aufgebaut haben. Sie ist heute durch die Anerkennung der ersten fünf einheimischen Kursleiter-Supervisoren 2015 gesichert. Jo Lusi und seine Mitarbeiter haben in den letzten Jahren grosse Sponsoringbemühungen geleistet, um heute diese Ausbildung finanzieren zu können.


Heal Africa kann heute dieses Ausbildungszentrum für Seelsorger eröffnen dank der energischen Sponsorensuche von Dr.Lusi und der Präsenz der ausgebildeten Kursleiter-Supervisoren CPT.

Am 7.Oktober starten die Festlichkeiten zur Eröffnung in der Anwesenheit von Aerzten, Pflegenden und den 14 KursteilnehmerInnen. Es ist eindrücklich und stark für mich zu erleben, wie wir von den Gebeten dieser Gemeinschaft getragen werden!! Das hat uns sehr gestärkt. - Dieser Kurs ist somit der erste, der ganz von unseren congolesischen Freunden finanziell getragen wird! Es ist eine ganz grosse Freude für mich an dieser Eröffnung teilzunehmen! Grégoire Ntobo als Hauptleiter und Bylord Ilanga in Ausbildung zum Leiter sind für diesen sechswöchigen Kurs verantwortlich. Ich berate sie in den Anfangstagen dieses Kurses. Ich bin beglückt über die Art und Weise wie die beiden ihre Arbeit führen! Grégoire ist anerkannter Leiter seit Ende 2015 und leitet zum ersten Mal selbständig einen Kurs so wie es dieses Jahr bereits Samuel Aluta in Kisangani und Cyrille Ikomba in Kinshasa getan haben. Ich bin beglückt wie sich Grégoire Geist, Inhalt, Form und Struktur der Ausbildung zu eigen gemacht hat. Bylord ist auf dem Weg dazu. Sophonie Kasiki – ein Spitalseelsorger von Heal Afrika angestellt - ist verantwortlich für dieses Bildungshaus in 15km Entfernung von Goma im Buschgebiet.


Beim Eintreffen der Kursteilnehmenden sind noch viele Bauarbeiten im Gang! Solarpanele werden fixiert, Türen und WC's montiert. Eine engaierte Arbeitsmannschaft ist da am Werk, es ist eine Freude ihnen zuzusehen. Der Ort bekommt den Namen „Campus des Bildungszentrums“. Bisher haben hier Frauen gewohnt, die in den Kriegen der letzten Jahre Vergewaltigungen erlitten haben. Dank des Einsatzes von Heal Afrika konnten sie mittlerweile in ein selbständiges Leben im Rahmen eines Gartenprojektes zurückkehren.
Die Teilnehmenden sind sichtlich überrascht über die Eigenheit der Ausbildung: keine Papiere, keine Referate... es ist ungewöhnlich selbst das Objekt der Arbeit zu sein. Doch dann ist die Freude zunehmend gross: so viel Schwieriges, das sie erlebt haben, kann und darf erzählt werden und findet Aufnahme und offene Ohren. Ein Teilnehmer schildert in bewegten und persönlichen Worten die wohltuende Erfahrung, auf sich selber zu hören, sich zu äussern und von andern verstanden zu werden. Eine andere Teilnehmerin drückt die grosse Hoffnung aus, dass durch dieses intensive Zuhören die Wunden der Vergewaltigungen geheilt werden.

Man arbeitet

Man diskutiert

Man wartet

Man wäscht seine Sachen

Man meditiert
Man lädt fröhlich ein zum Essen
Zwei Zeugnisse von Teilnehmenden ( Dauer: 2 Min. )

Die Personen, welche die Träger des Projektes zu treffen wünschen, sind eingeladen, Kontakt aufzunehmen.

Mittwoch, 3. August 2016

Eine ganzheitliche Perspektive

Nach zwei Wochen Kursarbeit waren wir gut dran. Jeder unserer Teilnehmer hatte in einem der zwei Krankenhäuser Provincial Hospital und Heal Africa Hospital gut Fuss gefasst. Die Grundlage für gute Lernerfahrungen war gelegt.


Die Kursteilnehmer mit Dr Jo Lusi,
Gründer und Direktor von Heal Africa.
Wir sind glücklich in unserem Kursunternehmen Klinische Seelsorgeausbildung (CPT) auch vom grossen Organismus Heal Africa logistisch unterstützt zu werden. U.a. wurden wir auch auf der Webseite von Heal Africa erwähnt. - Hier muss unbedingt im Gegenzug die Arbeit von Heal Africa kurz gewürdigt werden!

Das Frauenspital für Rehabilitation nach sexuellem Missbrauch

Das Zentrum von Heal Africa
Ein Projekt von Heal Africa
Heal Africa ist ein Kompetenzzentrum, das Ausbildung für Krankenpflege und Aerzte anbietet. Es geniesst einen ausgezeichneten Ruf im Congo. Das Besondere dieser Organisation liegt darin, nicht nur Symptome und Verletzungen zu behandeln, sondern auch die Ursachen zu bekämpfen! Somit vertritt Heal Africa eine einzigartige Gesundheitspolitik. Sie gilt genauso dem iuristischen Kampf gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen wie auch deren voller Rehabilitation im Umfeld ihrer Dorfgemeinschaft. Mittlerweile hat Heal Africa in mehr als 110 Dörfern einen ständigen Ausschuss errichtet, der die Dorfchefs in kulturellen Fragen, Konfliktmanagement und in der Unterstützung gefährdeter Menschen berät und unterstützt.

Inspiriert von dieser visionären Arbeit wird für uns Seelsorger auch vermehrt deutlich, dass Seelsorge in einem solchen Kontext sich nicht nur auf einzelne Situationen beschränken kann, sondern auch die Vision eines neu geordneten Lebens mittragen muss.

Montag, 4. Januar 2016

Jahresrückblick 2015

Jahresrückblick 2015

verfasst von Klaus Völlmin



Bereits auf unseren Internetseiten sind eine Fülle von Informationen zu lesen und zu sehen gewesen, so dass ich mir erlaube, die wesentlichen Ereignisse dieses Jahres knapp zusammen zu fassen.

Das herausragende Ereignis dieses Jahres ist ohne Zweifel die Anerkennung der vier congolesischen Kursleiter Samuel Aluta, Grégoire Ntobo, Joel Kuvuna et Cyrille Ikomba. Diese Anerkennungen bedeuten, dass ab 2016 unsere congolesischen Freunde die CPT-Kursarbeit eigenständig wahrnehmen können! Damit ist die Eingangsetappe des Kursaufbaus im Congo abgeschlossen. Unsere Freude darüber ist gross. Diesen Anerkennungen waren wichtige Vorarbeiten im Blick auf die künftige Organisation und ihrer Struktur vorausgegangen. Im Dezember 2015 konnten Jean-Claude Schwab und ich unsere Funktion als aktive Kursleiter zugunsten beratender Tätigkeit übergeben. Es freute uns auch besonders zu spüren, dass bei unseren Freunden die Bereitschaft da ist, in Zukunft für die finanzielle Unterstützung selber aktiv zu werden.

Der 6-Wochenkurs in Kisangani im April konnte mit nur 7 Teilnehmenden durchgeführt werden, obwohl ursprünglich 18 Anmeldungen vorlagen! Eine Reihe der Angemeldeten hatte kurzfristig diverse erhebliche Schwierigkeiten, die Reise nach Kisangani vorzunehmen. Es handelt sich da um Unwägbarkeiten, die wir im westlichen Kontext nicht kennen. An der intensiven und befriedigenden Kursarbeit hat das glücklicherweise nichts geändert!

Beim 6-Wochenkurs in Kinshasa im Oktober waren 11 Teilnehmer anwesend. Besonders ermutigend war die Tatsache, dass der Kurs in den Cliniques Universitaires der Hauptstadt – bereits zum zweiten Mal – durchgeführt werden konnte. Der gut aufgenommene Start im Jahre 2012 wurde vorallem darin sichtbar, dass die Eröffnungsfeier mit einer überwältigend grossen Zahl von Spitalmitarbeitenden stattfand! Ein deutliches Zeichen von hohem Interesse!

Auch die Kursteilnehmer selbst zeigten einen intensiven Aufbruch in der Arbeit an sich selbst und beim Suchen neuer Wege, sich selbst und andern zu begegnen. - Nach dem Kurs hat sich eine Gruppe der Teilnehmenden zusammengetan, um sich gemeinsam zu verpflichten, für den künftigen Unterhalt der CPT-Weiterbildungen regelmässig Geld zusammenzulegen! Eine schöne Feststellung!

Eine Reihe der ehemaligen Teilnehmenden hat in erfreulicher Weise ausgehend vom CPT eigene Initiativen entwickelt! So wurde Joel Kuvuna in seinem derzeitigen Studienaufenthalt in Südafrika angefragt, ob er bereit wäre, dort einen Kurs zu leiten... Marie-Louise Bondiseke ist in ihre Heimatprovinz Equateur mit dem festen Willen zurückgekehrt, die Spitäler ihrer Kirche zu besuchen und auf die Notwendigkeit der Spitalseelsorge hinzuweisen. Oder, Samuel Aluta lädt regelmässig bisherige Kursteilnehmer ein, in einer Gruppe an ihrer beruflichen Weiterentwicklung zu arbeiten. Dann möchte er auch ein Projekt mit Schweinezucht realisieren, um Gelder für die Kursarbeit zu generieren!

Mira Kumumbeya hat neben seiner Arbeit als Gefängnisseelsorger angefangen, Tuberkulosekranke zu besuchen. Sein Mut verdient Anerkennung. Grégoire Ntobo – mittlerweile Leiter des Guesthouse (der Baptistenkirche in Kinshasa) – konnte die 16-jährige Grace auf das Operationsschiff Mercyship begleiten, wo sie von einem äusserst entstellenden Tumor befreit wurde. Bei seiner Co-leitung in Goma konnte Grégoire auch für den erkrankten Jean-Claude Schwab einspringen und einen Einführungskurs an der dortigen Uni übernehmen, in diesem Bereich hat er auch Anfragen zur Begleitung von Spitalpersonal erhalten. Sophonie Kasiki ist nebst seiner Tätigkeit als Spitalseelsorger auch in den „Groupes Néhémie“ aktiv geworden. In diesen zahlreichen Gruppen des Nord-Kivu berät und begleitet er eine grosse Zahl von Dorfchefs. Schliesslich soll auch Pérpétue Mukulu erwähnt sein. Sie hat nach dem Besuch ihres ersten Kurses eine eindrückliche kirchliche Arbeit für Jugendliche in Kinshasa aufgebaut! Wenn Jugendliche von einem Dorfchef als Grund der Krankheit eines andern Menschen erklärt werden, bedeutet das für den Betroffenen höchste Bedrohung. Wenn er/sie nicht an einem guten und sicheren Ort Zuflucht findet, bleibt die Gefährdung bestehen. In allen Quartieren der Hauptstadt hat Perpétue Auffanggruppen für dermassen bedrohte Jugendliche aufgebaut und sorgt auch dafür, dass sie Arbeit und Lebenssinn finden.

Zum Schluss soll dankend erwähnt werden, dass unser Verein auf Ende 2015 bei der Hilfsorganisation INTERACTION aufgenommen wurde und im Congo selber der Spitalhilfeorganismus HEAL AFRICA ab 2016 unsere Arbeit unterstützen wird. Das bedeutet für die Zukunft eine wichtige Entlastung!

Der Vorstand unseres Vereins hat sich zweimal im Februar und im Juni für eine Ganztagessitzung getroffen. Im Juni hatten wir die Freude, dass auch Alfred Mbuta, der von der congolesischen Kirche beauftragte Initiant, mit uns sein konnte.

Durch einen grösseren Versand hat der Vorstand in diesem Jahr erweiterte Anstrengungen unternommen, um neue Geber zu finden. Vermehrt haben wir auch persönliche Kontakte gesucht und realisiert.

Buchhaltungsdaten

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Donnerstag, 10. Dezember 2015

Eine zweite Etappe beginnt



Am 2. und 3.Dezember konnten wir im Kloster der Combonier ausserhalb von Kinshasa vier unserer dortigen Kollegen als neue Kursleiter CPT anerkennen! Sie sind nach dem Besuch von zwei Grundkursen, zwei Co-leitungen, einer Reihe von Einzelbegleitungen und nach dem Verfassen einer schriftlichen Arbeit an diesem Ziel gekommen. Wir sind glücklich über diesen Schritt: ER BEDEUTET, DASS DIE KÜNFTIGE KURSARBEIT IM CONGO VON EINHEIMISCHEN KURSLEITERN GELEISTET WERDEN KANN. Die Freude darüber ist für alle Beteiligten gross.

Die vier anerkannten sind: Samuel Aluta, Joel Kuvuna, Grégoire Ntobo und Cyrille Ikomba.



Das bedeutet auch, dass die erste Etappe dieses Projektes mit Ende 2015 nach sechs Jahren abgeschlossen ist. Der Congo wird somit zum Ausgangspunkt für die CPT-Ausbildung in den francophonen Ländern in Afrika. Für unsere Freunde eine schöne Bestätigung und eine zusätzliche Ermutigung.

Zu dieser Woche der Anerkennung vom 30.11. bis 5.12.15 haben wir auch die angehenden Kursleiter dazugenommen. Sie hatten die Aufgabe, die künftigen Strukturen dieser Arbeit zu diskutieren und schriftlich festzulegen. In allem diesem Bemühen war es für uns gefreut zu spüren, dass nicht nur die Bereitschaft da ist, diese Aufgaben weiterzuführen, sondern sich auch tatkräftig für die Geldmittelbeschaffung aktiv auf verschiedenen Ebenen einzusetzen. Kleinere und grössere Initiativen haben sie sich aufgelistet. Natürlich durfte für uns alle ein Stück gemeinsamer Weiterbildung nicht fehlen, bei der wir dann auch eifrig gesucht und gefunden haben.

Am Abend des 15.Dezember kam eine völlig unerwartete Überraschung auf uns zu. Vom Vizepräsidenten der ECC – Eglise du Christ au Congo – erhielten wir die Mitteilung, dass die Vereinigung Concertation de la Société Civile uns ein Ehrendiplom als GRAND AMI DU CONGO überreichen wolle! So wurden wir – Jean-Claude und Thérèse Schwab, Béatrice und Klaus Völlmin am Morgen des 16.Dezember festlich als Freunde des Congo geehrt.



Unsere Freude darüber ist gross!

Klaus Völlmin




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