Sonntag, 12. Dezember 2021

CPT- KURS KINSHASA 2021 vom 9. SEPTEMBER bis 9. OKTOBER

CPT- KURS KINSHASA 2021 vom 9. SEPTEMBER bis 9. OKTOBER

Dieser Kurs wurde von Grégoire NTOBO und von Cyrille IKOMBA geleitet. Beide sind anerkannte CPT-Supervisoren im Kongo. Am Kurs nehmen 9 Praktikanten, darunter eine Frau, teil. Alle sind aktive Pastoren, 7 aus Kinshasa und 2 aus anderen Provinzen (Nord-Ubangi und Zentral-Kongo). Kursort ist das Kloster Notre Dame de l'Assomption der Prämonstratenser in Kinshasa. Die Krankenbesuche erfolgten in den nahe gelegenen Universitätskliniken von Kinshasa. Der Kurs dauerte aus zeitlichen Gründen vier statt der üblichen fünf Ausbildungswochen. Aber wir haben die fünfte Woche wieder «eingeholt», indem wir unsere Arbeitszeit von 8.00 Uhr bis 20.30 Uhr verlängerten: ein «selbstmörderisches» Programm! Der Herr hat begleitet und Ihre Gebete waren für uns eine große Unterstützung.

Das Anfangswochenende in der ersten Woche war dem Kontakt mit den Behörden im Krankenhaus gewidmet, gefolgt von einer Führung durch den Seelsorger der Universitätskliniken von Kinshasa. Mehr als zwei Stunden lang konnten die Praktikanten die Welt des Krankenhauses und die Wahl ihrer Einsätze in den Pflegeabteilungen erkunden. Dabei wurden ihnen Buttons überreicht, um die Praktikanten gut zu identifizieren.

Aufstieg vom Kloster zum Krankenhaus
Ort des Praktikums: Universitätskliniken von Kinshasa
Führung durch den Seelsorger der Universitätskliniken von Kinshasa
Erste Woche

Diese Woche beginnt mit einem Tag der Analyse der schriftlich aufgezeichneten Interviews. Die Praktikanten beginnen, sich ihrer Art zu Handeln bewusst zu werden und wie sie vor dem Leid "fliehen", indem sie sich hinter Gebet und Bibelvers verstecken! Die Alphabetisierung der Emotionen beginnt, erst mit Zögern und Scham eigene Emotionen benennen, aber dann mit Mut und Entschlossenheit, aus den eigenen Fehlern zu lernen.

Die erste Woche war eine Zeit der "emotionalen Alphabetisierung", in der man sich seiner Gefühle bewusst wird und lernt, sie zu erkennen und zu benennen; Besuche bei Patienten im Krankenhaus, einer Welt des Leidens, in der man große Emotionen erlebt: Freude bei einer Geburt und Angst, Furcht und Traurigkeit, wenn es um das Ende des Lebens geht.

Das Hören auf die Lebensgeschichten jedes einzelnen Praktikanten mit ihren Ähnlichkeiten und Besonderheiten lässt uns den anderen als ein Geheimnis entdecken. Die Übungen zu den zwischenmenschlichen Beziehungen (SRI) ermöglichen es den Teilnehmenden, ihre Art der Kommunikation zu hinterfragen, dem anderen während eines Gesprächs zuzuhören, zu lernen, das Wort zu ergreifen, ohne den anderen zu verletzen, und dies mit Respekt und Achtung vor dem Gegenüber. Jeweils am Freitag der Woche hielt ein Praktikant mit Mut seine Predigt, um diese nachher im Blick auf ihre Wirkung gemeinsam zu besprechen.

Supervision einer Predigt
Zweite Woche

Diese Woche beginnt mit einem Tag der Analyse der schriftlich aufgezeichneten Interviews. Die Praktikanten beginnen, sich ihrer Art zu Handeln bewusst zu werden und wie sie vor dem Leid "fliehen", indem sie sich hinter Gebet und Bibelvers verstecken! Die Alphabetisierung der Emotionen beginnt, erst mit Zögern und Scham eigene Emotionen benennen, aber dann mit Mut und Entschlossenheit, aus den eigenen Fehlern zu lernen.

Besprechung der Aufzeichnung einer Begegnung mit Cyrille
Besprechung der Aufzeichnung einer Begegnung mit Grégoire.
Dritte Woche

In dieser Woche stehen einige didaktische Sitzungen an und wir arbeiten an Themen wie der verletzte Heiler, Stressbewältigung, Resilienz, Begleitung von Trauernden u.a.m. Dies gab drei Teilnehmenden die Gelegenheit, selbst zu trauern. Während der Supervision fanden sie wirklich Raum und Zeit, ihre Tränen fließen zu lassen. So konnte jeder von ihnen in seinem Abschlussbericht von seinem Heilungsprozess berichten!

Nach mehreren Tagen intensiver Arbeit tat eine Zeit der Unterhaltung gut: ein Besuch bei den Bonobos, einer der seltenen Affenrassen der Welt, die nur noch in der Demokratischen Republik Kongo vorkommt.

Der Ausflug zu den Bonobos
Vierte Woche

Eine Woche des «Landens». Rollenspiele haben stattgefunden, auch der Abschied vom Krankenhaus. Wir haben Besuch von Faila Véronique (sie hat bei einem SRI die Supervision übernommen), der mit einem Austausch über ihren erschütternden Weg durch zwei CPT-Kurse (2014 in Goma und 2019 in Boma) endet.

In der letzten Woche wurden die Abschlussberichte vorbereitet, der festliche Abend nahm seinen Platz in der CPT-Tradition ein und es wurden Überraschungsgeschenke an die Ausbilder, den Logistiker und die Sekretärin überreicht, um mit einem festlichen und öffentlichen Abschlusstag in der Gemeinde von Gregory zu enden. Bei der Abschlussfeier waren Bischof NYAMUKE (erster Vizepräsident des E.C.C.), die Generalsekretäre und gesetzlichen Vertreter der E.C.C.-Gemeinschaften, Gäste und Familienmitglieder der Praktikanten anwesend. Zum Abschluss gab es einen Cocktail, um den Tag gebührend abzuschließen.

Rollenspiel
Übergabe der Geschenke
Festlicher Abend
Übergabe der Geschenke
Der Generalsekretär der Baptistengemeinde Kongo-West und der erste Vizepräsident der ECC (Kirche Christi im Kongo)
Verleihung der Kursbestätigungen
Erinnerungsfoto
Grégoire Ntobo, CPT-Kursleiter

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