Donnerstag, 3. Januar 2019

Kurse 2018 in Goma, Mbuji-Mayi und Kinshasa

Zufrieden mit dem bisher Erreichten…

Zwei Schweizer Pfarrer langjährig tätig in verschiedenen Kliniken und vertraut mit dem Leben in Kliniken entscheiden sich 2009 als frisch Pensionierte in einem Projekt in Afrika tätig zu werden. Auf Anfrage der Verantwortlichen der congolesischen Kirche unternehmen sie diesen Schritt und leiten 2010 den ersten Kurs in klinischer Seelsorge in der Hauptstadt. Sie arbeiten mit einem Dutzend Kollegen und leiten an zu ehrlicher, vertrauensvoller Kommunikation, laden ein zu aufrichtigem Mitgefühl und einer authentischer Haltung.

Das war die erste Etappe, dann folgt die zweite !

Diese erste Erfahrung findet Fortsetzung: es gelingt weitere finanzielle Mittel zu finden. Nach einigen Jahren sind eine Gruppe von einheimischen Pfarrern in der Lage nach sorgfältiger Ausbildung und Anerkennung als Supervisoren die Kursarbeit selber anzuleiten.

Das war also die zweite Phase ! Wie sieht nun die dritte aus?

Eine dritte Phase beginnt, man könnte sie Autonomie-abschnitt nennen. Am besten ist das am Beispiel von 2018 zu sehen

2018 finden drei Kurse statt ! Organisiert und geleitet von den congolesischen Freunden. Ein erster in Mbuji-Mayi – eine Stadt mit bewegter Vergangenheit, ein zweiter in Goma – eine Gegend in der viel Krieg und Grausamkeit geschehen ist und leider noch immer geschieht - und ein dritter in der Hauptstadt Kinshasa

Beim Kurs in Goma galt alle Aufmerksamkeit den traumatisierten und kriegsversehrten Menschen und der Frage «wie können sie angemessen begleitet werden?»

Heal Africa ist ein Organismus eigener Struktur, er hat seinen Sitz in Goma, der Hauptstadt der Provinz Nord Kivu. Die Gegend ist stark vom Krieg belastet und seit kurzem auch der Ort, an dem die EBOLA-Epidemie haust. Dieser Kurs wurde abgesehen von den Löhnen für die verantwortlichen Leiter von Heal Africa finanziert. Der Kurs wurde in den Rahmen einer Serie weiterer Vorträge und Anlässe gestellt. Vierzehn Teilnehmende, Männer und Frauen nahmen daran teil.

Hier ein Beispiel aus dem Bericht eines der Kursleiter

Von diesen 14 Teilnehmenden war niemand dabei, der seine Teilnahme in irgendeiner Weise bedauert hätte. Ganz im Gegenteil, sie wünschen sich, dass solche Weiterbildungen in viel grösserer Zahl angeboten werden…und zwar auch in entlegenen Gebieten!

Während der Abschlussfeier haben die Teinehmenden ihren herzlichen Dank zum Ausdruck gebracht. Besonders Dr. Jo Lusi wurde gelobt für die Schaffung des Organismus von Heal Africa. Dr.Lusi spielt eine Schlüsselrolle. Er ist einige der wenigen Persönlichkeiten, die die Sorge um überzeugende spirituelle Begleitung kirchlicher Mitarbeiter in klinischen Institutionen mit sich tragen. Dr.Lusi ist «eine Kostbarkeit» dank dieser seiner Sorge! Dank seines Einsatzes können die Verantwortlichen der Kirche ihre Seelsorgeaufgabe auf überzeugende Weise wahrnehmen. Lire ici le premier rapport

In Kinshasa ein Kurs in traditioneller Form

Die CPT-Ausbildung in Kinshasa trägt die bisherige traditionelle Form. Der heurige Kurs wurde von 12 Teilnehmenden belegt, vier davon Frauen, alle mit Universitätsabschlüssen in Theologie. Die Schlussfeier wurde vom Präsidenten der Eglise du Christ au Congo André Bokundoa geleitet. Anwesend war auch der pensionierte Professor André Masiala Masolo, Mitglied des Referenzkomitees CPT Congo.


Un troisième stage à Mbuji-Mayi
die drei Kursleiter, der Logistiker und die dreizehn Teilnehmenden

Mbuji-Mayi ist eine sehr grosse Stadt. Seit 1980 hat sich die Bevölkerung vervielfacht. Aus der ganzen Provinz Katanga sind viele Menschen hierher gekommen. Fast alles dreht sich um den Abbau der Diamanten.

Leitende und Teilnehmende konnten hier einen Kurs mit bestem Resultat erleben trotz einer Reihe grössere Schwierigkeiten durch die Umstände von Krieg und Krankheit. Hier waren es eine Cholera-epidemie, Knappheit mit geniessbarem Frischwasser und Isoliertheit.

Die Personen, welche die Träger des Projektes zu treffen wünschen, sind eingeladen,
Kontakt aufzunehmen.

Sonntag, 11. Februar 2018

jahresrückblick 2017

Jahresbericht 2017


Inhaltsverzeichnis

(um zu einzelnen Abschnitten zu kommen, klicken Sie jeweils auf den Titel)

Einleitung

Zur aktuellen Situation im Lande

Zu den derzeitigen Veränderungen

Drei Ausbildungseinheiten unter einheimischer Leitung

Der Kurs in Kisangani vom 12.Mai bis 16.Juni

Kurs in Kinshasa vom 12.Mai bis 15.Juni

Ein zweiter Kurs im Spitalzentrum von Heal Africa in Goma

Aenderungen im Programm der Projekte

Kurs im Oktober 2017 in Kinshasa

Anerkannte Kursleiter-Supervisoren

Strukturen und Organisation des Projektes

Das Ausbildungszentrum für Seelsorger in Goma

Einführungswochen

Charta

Verein CPT Congo in der Schweiz

Kontoübersicht

Zeitliche Entwicklung

Anlagen

Grundlagen und Ziele des Projektes

Entwicklung des Projektes von 2010 bis 2016

Mitglieder des Vereins

Spenderinnen und Spender

CPT, seine Geschichte und Grundlagen, Verbreitung

Ziel des Vereins

Finanzielle RPC-Kriterien

Freiwillige Leistungen

Beiträge der Teilnehmenden

Wie wirksam ist unser Projekt?

Permanente Fortbildung

Ausbildung der Kursleiter

Supervision

Echos

Einleitung

Der Verein Projekt CPT Congo sucht nach fortdauernder finanzieller Unterstützung für die Weiterbildungsprojekte im Congo, die den Seelsorgern (und ihren Ausbildern) zugute kommt. Auf unserer Internetseite sind eine Fülle von Informationen über diese Bemühungen zu finden. Über Herkunft und Ziele des CPT haben wir mehrfach schon berichtet. Die Bemerkungen darüber sind in den Anhängen zu finden.

Zur aktuellen Situation im Lande

Zu den derzeitigen Veränderungen

Die Amtszeit von Präsident J.Kabila ist bereits Ende 2016 zu Ende gegangen. Der Bischofskonferenz ist es damals gelungen, ein Blutbad zu verhindern, indem sie eine Konvention zwischen der Präsidentenpartei und der Opposition erreichte. Leider wird diese Konvention von der Regierungspartei nicht resptektiert. Die Opposition sowie die Zivilgesellschaft verzichten bisher darauf, sich offen zu wehren. So herrscht viel Ambivalenz und Unsicherheit. Im Moment sieht es so aus, dass die Kirchenglieder der katholischen und evangelischen Kirche sich mehr und mehr zusammen schliessen. Das kann verheissungsvoll werden, bringt aber auch Risiken. Mehr als 40 Personen wurden in diesem Zusammenhang getötet.

Die Tage der Anerkennung neuer Supervisoren (inklusive Weiterbildung) war für Dezember 2016 vorgesehen gewesen, sie musste auf März 17, dann Oktober 17 verschoben werden. Die Risiken für Gewaltereignisse zwangen uns dazu.

Die Gewalttätigkeiten in Nord- und Südkivu dauern an. Die gesamte politische Lage trägt fraglos dazu bei. Man spricht davon, dass die Bevölkerung im Kivu unter dauerndem posttraumatischen Stress steht! Dennoch werden bedeutungsvolle Projekte realisiert! Diese Situation bedeutet auch, dass seelsorgliche Begleitung von höchster Dringlichkeit und Bedeutung ist!

Drei Ausbildungseinheiten unter einheimischer Leitung

Der Kurs in Kisangani vom 12.Mai bis 16.Juni

Dieser Kurs war von Samuel Aluta (protestantischer Bischof der Provinz Kisangani) organisiert und wurde von Cyrille Ikomba (kath.Priester, anerkannter Kursleiter) und Tsongo Kasereka (Pfarrer und Spitaldirektor, Kursleiter in Ausbildung) geleitet.

Cyrille Ikomba Kasereka Tsongo Samuel Aluta

Leider konnten nur sechs Pfarrer von den neunzehn Angemeldeten am Kurs teilnehmen. Die Mehrheit von ihnen war nicht in der Lage, den geforderten Teilnahmebetrag von $ 100.- zu bezahlen.

Die Kursgruppe fand Aufnahme in der Kommunität St.Joseph der Comboniergemeinschaft, ein guter und ruhiger Ort, der die Arbeit wesentlich erleichterte.


Als Praxisort stand das Hôpital général des Quartiers Kabondo zur Verfügung. Dieses an der Peripherie liegende Spital mit Aufnahme von Menschen mit verschiedensten Krankheiten war ein idealer Ort der Bildungsarbeit.

Kurs in Kinshasa vom 12.Mai bis 15.Juni

Organisator dieses Kurses war Alfred Mbuta, dem Verantwortlichen für Pfarrerweiterbildung und Gründer des Projektes CPT im Congo. Die Kursleitung hatten Benoit Ngoy und Grégoire Ntobo inne.


Zehn Teilnehmende waren dabei, 5 stammten aus Kikwit (500 km von Kinshasa entfernt. Alfred Mbuta hatte dort vorgängig eine Einführungswoche geleitet.


Eine Besonderheit des Kurses war die Notwendigkeit für einen Teil des Weges zur Uniklinik Motos zu benützen, eine Strecke von 800 m musste zusätzlich zu Fuss zurückgelegt werden.. Gründe dafür war eine unterbrochene Strasse.

Ein zweiter Kurs im Spitalzentrum von Heal Africa in Goma

Am 15.Juli begann in Goma ein weiterer CPT- Kurs mit 12 Teilnehmenden, davon waren vier Frauen. Als Leiter arbeitete Joel Kuvuna. Ruben Mumpasi und Sophonie Kasiki wirkten als Co-leiter mit.


Joel Kuvuna, Sophonie Kasiki und Ruben Mumpasi


Die nahe liegende Christliche Universität von Beni war im Kurs mit Besuchern präsent. Ebenfalls anwesend war Dr. Jo Lusi, Gründer und Leiter des Hilfswerkes Heal Africa! Dr. Lusi's grosse Vision ist es, dass in allen 90 Spitälern seiner Provinz Seelsorger arbeiten könnten!


Die Schlussfeier fand am 18.August in den Gebäuden von Heal Africa statt. Erfreulicherweise waren eine grosse Anzahl von Verantwortlichen der örtlichen Kirche und Universität gegenwärtig.

Aenderungen im Programm der Projekte

Kurs im Oktober 2017 in Kinshasa

Anwesend waren 13 Kursleiter-Supervisoren, davon fünf in Ausbildung.

Dieses Treffen bot Gelegenheit:

  • die fünf Anwärter für die Arbeit als Kursleiter zu prüfen und zu anerkennen,
  • einen Prozess der gemeinsamen Weiterbildung zu gestalten und eigene Möglichkeiten zu entdecken,
  • den Aufbau der eigenen Strukturen und Verwaltungsorganismen vorzunehmen.

Anerkannte Kursleiter-Supervisoren

die Gruppe aus den Jahren 2012-2015
Alfred MbutaJoel KuvunaSamuel AlutaGrégoire NtoboCyrille Ikomba

die Gruppe aus den Jahren 2016-2017
Tsongo KaserekaRuben MumpasiDido MakilaBenoit NgoyBylord Ilanga

die drei Kursleiter in Ausbildung
Cyril SiassiaBolingo KambereSophonie Kasiki

Pfarrer Alfred Mbuta konnte bereits 2012 anerkannt werden, ihm folgten 2015 und 2017 je fünf weitere. Damit ist eine wichtige Grundlage geschaffen, dass unsere congolesischen Freunde, die Ausbildung in eigener Kraft und Verantwortung übernehmen können.

Strukturen und Organisation des Projektes

Die Anwesenden konnten sich nun eine Struktur geben, die im ganzen Land zum Tragen kommt. In Zusammenarbeit mit der ECC bestehen neu diese Grundagen:

  • der Rat der Supervisoren leitet die Arbeit (wegen der ernormen Distanzen im Land kann er sich nicht regelmässig zusammenfinden)
  • as Referenzkomitee ist zuständig für die Qualität der Ausbildung und überprüft Programme und Anforderungen im Zusammenhang internationaler CPT-Normen
  • das ständige Büro koordiniert die Kurse. Es hat Sitz in Kinshasa und umfasst drei Mitglieder.

Weitere wichtige Schritte wurden gemacht:

  • dies im Blick auf die verschiedenen Verantwortlichkeiten,
  • in der Form verschiedener Demarchen, um finanzielle Unterstützungen zu erhalten. Besuche in Gemeinden fanden statt, Partnerschaften wurden geschlossen.

Das Ausbildungszentrum für Seelsorger in Goma

Das Spitalzentrum von Heal Africa in Goma verfolgt seine Projekte in Zusammenarbeit mit dem CPT-Congo! Heal Africa hat seine Geldgeber in Australien, Grossbritannien und USA. Dank dieser Zusammenarbeit wird ein jährlicher CPT-Kurs in Goma von Heal Africa finanziell getragen. Das bedeutet für die Unterstützung aus der Schweiz eine wichtig Entlastung.

Einführungswochen

Die Leitung für Pfarrerweiterbildung der ECC konnten nach verschiedenen Verhandlungen je eine Einführungswoche vereinbaren: mit der Fakultät für Missiologie der Université chrétienne in Kinshasa und der regionalen Kirchendirektion in Kikwit für die Provinz Bandundu (für 40 Teilnehmende). Beide Wochen wurden von Alfred Mbuta, Supervisor CPT geleitet. Die Woche in Kikwit hat fünf Teilnehmende zur Teilnahme am Sechswochenkurs in Kinshasa bewegen können!

Die guten Echos aus der CPT-Arbeit haben auch die Kirchenverantwortlichen in Béni und Butembo (eine Stadt mit einer halben Million E) dazu gebracht, um derartige Einführungswochen zu bitten. Wegen mangelnder Finanzen konnten diese Bitten bis heute nicht aufgenommen werden.

Die CPT-Verantwortlichen im Congo arbeiten freiwillig und sind oft überlastet. Die Kommunikation im Land ist sehr oft erschwert und damit lassen schriftliche Unterlagen immer wieder lange auf sich warten. In der Schweiz suchen wir derzeit nach möglichen Vereinfachungen und Erleichterungen (whatsapp-netz).

Charta

Um die Zusammenarbeit zwischen Congo und der Schweiz zu vereinfachen, haben die beiden Organe (ständiges Büro und Verein) folgende Vereinbarungen getroffen:

  1. Das CPT will alle Personen, die im Auftrag der Kirchen mit Menschen arbeiten, zu Begleit-formen befähigen, die hilfreich sind. Dazu sollen Leute aus allen Kirchen, Provinzen und beiderlei Geschlechts gewonnen werden!
  2. Die Ausbildung ist oekumenisch.
  3. Die Ausbildung kann verschiedene Formen haben im Blick auf Dauer und Ort, ein Spital als Ort der Erfahrung sollte nicht fehlen.
  4. Das CPT will eine geistliche Begleitung sein, sie pflegt Respekt, Empathie, Authentizität, Offenheit fürs das Hier und Jetzt, ausgerichtet auf Erlebtes und Gefühltes
  5. Die Kursleiter halten sich an die Regel der Vertraulichkeit und geben diese Ordnung an die Teilnehmenden weiter.
  6. Ein Kursleiter vertraut sich dem an, was vorausgegangen ist...
  7. Kursleiter durchlaufen eine Ausbildung, die mindestens 140 Tage umfasst (2 Grundkurse als Teilnehmer, 2 Kurse als Co-leiter, Methodiktraining.
  8. Ein Kursleiter handelt in einem Kurs immer in Transparenz mit den offiziellen Verantwortlichen.
  9. Bei seiner Anerkennung unterschreibt ein neuer Kursleiter diese Charta.

Verein CPT Congo in der Schweiz

Unser Vereins tagte ordnungsgemäss am 7.September 2017. Ruedi Erb konnte als neues Mitglied gewonnen werden, er übernimmt die Aufgaben von Johannes Flückiger im Blick auf die wichtigen Kontakte mit unseren Spendern. Marc Jeannerat legt seine Aufgabe als Kassier auf Ende 2017 nieder, bleibt aber Mitglied unseres Vereins. Corinne Martin wird die Aufgabe als Kassierin übernehmen.

Kontoübersicht

Zeitliche Entwicklung

Nota bene: Seitdem die Kurse einheimisch geleitet werden, können die Daten nicht mehr vollständig veröffentlicht werden..




Grosshöchstetten, den 12. Februar 2018

Verein CPT Congo
Der Präsident: : Der Sekretär: : Der Verwalter :
Klaus Völlmin Jean-Claude Schwab Marc Jeannerat


Anlagen

Grundlagen und Ziele des Projektes

Das Projekt umfasst immer eine congolesische und eine schweizerische Seite. Von der Seite des Congo ist es Alfed Mbuta, Pfarrer und Verantwortlicher der congolesischen Kirche für Weiterbildung, Supervisor CPT und die beiden Schweizer Kursleiter Klaus Völlmin und Jean-Claude Schwab. Einbezahlte Gaben gelangen aufs Vereinskonto und werden von dort in den Congo überwiesen.

Entwicklung des Projektes von 2010 bis 2016

Vierzehn Sechswochenkurse konnten in verschiedenen Spitälern und Orten des Landes durchgeführt werden. Insgesamt 150 Pfarrer aus allen Kirchen haben daran teilgenommen.

Dreizehn Kursleiter konnten sich ausbilden, um diese Arbeit weiterzugeben.

Pro Jahr erhalten damit zwischen 6000 und 20'000 Personen einen Seelsorgebesuch.

Das Spitalzentrum in Goma von Heal Africa übernimmt die Kosten für einen Kurs im Jahr!

Mitglieder des Vereins

J.Ch.Flückiger ist zurückgetreten. Ruedi Erb aus Thun hat ihn ersetzt. Christiane Koltzer will nicht mehr an den Sitzungen teilnehmen.

Klaus Völlmin (bkvoellmin@bluewin.ch ) ist pensionierter Pfarrer, zweisprachig und Kursleiter CPT. Er ist am Aufbau des CPT in der Schweiz seit den Anfangsjahren 1971 beteiligt. Er präsidiert den Verein. Sitz des Vereins ist Grosshöchstetten.

Jean-Claude Schwab Schwab (jct.schwab@bluewin.ch)ist pensionierter Pfarrer und Kursleiter CPT, Sekretär.

Ruedi Erb (erb.rudolf@bluewin.ch) trägt die Aufgabe der Vernetzung mit Spendern und Sponsoren.

Marc Jeannerat (mjeannerat@bluewin.ch)pensionierter Pfarrer und Leiter des Centre Social Protestant von Moutier, zuständig für Informationsaufgaben.

Die Mitglieddauer ist nicht limitiert

Spenderinnen und Spender

Unsere Spenderinnen und Spender sind in der ganzen Schweiz zu Hause, sie sind in verschiedenen Kirchen beheimatet. Der Kontakt zu ihnen in zwei Sprachen ist eine der zentralen Aufgabe des Vereins.

CPT, seine Geschichte und Grundlagen, Verbreitung

Das CPT ist eine Form von Erwachsenenbildung. Es baut auf persönlichen Begegnungen und Gruppensitzungen auf. Im Mittelpunkt steht die Übung, hinzuhören. Gelingt es auf eine andere Person voll aufmerksam zu werden, mit ihr über ihre tiefen Gefühle zu kommunizieren, Vertrauen aufzubauen? Dies die zentralen Fragen. Dazu gehört ohne Zweifel auch die spirituelle Dimension, die Teil unseres Menschseins ist. Können die Chancen und Kräfte einer Persönlichkeit geweckt und aufgebaut werden?

Die Quelle dieses Suchweges hat 1926 in den USA ihren Ursprung.

Der Grund für die Einführung des CPT im Congo liegt in der Aktivität der congolesischen Kirchen, die 2009 im Unispital von Lausanne nach solchen Möglichkeiten hat suchen lassen. Jean-Claude Schwab wurde mit dieser Aufgabe beauftragt. Ihm zugesellt hat sich Klaus Völlmin aus der deutschen Schweiz, beide anerkannte Kursleiter CPT. 2012 konnte mit Alfred Mbuta der erste congolesische Kursleiter anerkannt werden.

Ziel des Vereins

Den Kirchen im Congo soll eine wesentliche Hilfe gebracht werden.

Finanzielle RPC-Kriterien

Die finanziellen Angaben beziffern das Total von Vergabungen, auch Angaben für die Verwendung sind eher allgemein gehalten. Unser Konto ist in der BEKB, der Berner Kantonalbank beheimatet.

Bei der jährlichen Generalversammlungen wird über alle Beträge weitere Auskunft gegeben. Einmal jährlich wird unsere Rechnung kontrolliert.

Die explizite Version lautet wie folgt:

  • La cohérence entre la réalité pratique et celle qui est rapportée est absolue.
  • Les comptes sont exhaustifs, ils représentent des recettes et des coûts globaux, les montants sont bruts.
  • Les comptes se basent sur et reproduisent uniquement le compte de banque de l'association auprès de la Banque cantonale du canton de Berne.
  • L'entier des comptes, bilan, résultats et journal, est présenté in extenso à l'Assemblée générale de l'association. Un contrôle complet est rapide, évident et des plus aisés.
  • Les mouvements sont inscrits à la date à laquelle ils ont été matériellement réalisés. Tous les actifs sont des liquidités mobilisables sans délai.
  • La comptabilité de l'association se limite à ses devoirs statutaires, la récolte de fonds et la mise à disposition de subsides.
  • La crédibilité des assertions est portée au plus haut point.
  • Les comptes sont vérifiés par deux vérificateurs nommés par l'Assemblée générale, mais une vérification par un organisme reconnu officiellement est envisagée.

Freiwillige Leistungen

Alfred Mbuta erbringt zahlreiche unbezahlte Leistungen, ebenso die schweizerischen Kursleiter. Administrative Arbeiten im Congo und in der Schweiz werden freiwillig erbracht, ebenso die ständige gegenseitige Orientierung Congo-Schweiz und umgekehrt. Ebenso werden in der Schweiz die Bemühungen um finanzielle Unterstützung freiwillig erbracht.

Beiträge der Teilnehmenden

Für einen Kurs von sechs Wochen muss eine teilnehmende Person $ 100.- beitragen. Für die Reisekosten müssen Teilnehmende ebenfalls selber aufkommen, es sei denn die örtlich beauftragende Institution komme dafür auf. Wir schätzen uns glücklich, dass dieses System funktioniert, ist es doch bei den meisten andern Anbietern von Hilfswerken so, dass die Hilfswerke selber den Teilnehmenden ein Tagesgeld ausrichten!! - Die Entschädigungen, die die Kursleiter erhalten sind bescheiden, sie entsprechen nicht einem regulären Arbeitslohn.

Wie wirksam ist unser Projekt?

Am Ende jedes Kurses findet eine ausführliche Kursauswertung statt. Diese Überprüfung der ge- gemachten Arbeit dient zunächst den Teilnehmenden selbst, vorallem den Fragen: in welchem Mass habe ich die (persönlich) gesteckten Ziele erreicht. Jede/r Teilnehmerin legt anfangs des Kurses in Zusammenarbeit mit dem Leiter die eigenen Ziele fest. Dabei geht es um die Entfaltung der eigenen Fähigkeiten. Der Rückblick des Supervisors auf die Arbeit des Teilnehmenden zeigt, wo ein weiterer Entfaltungsbedarf besteht. Dies gilt in gleichem Mass für ordentliche Kursteilnehmer wie für solche, die Kursleiter werden wollen.

Permanente Fortbildung

Dans les grandes villes, les aumôniers formés sont suivis pendant les deux ans consécutifs par des formateurs accrédités qui leur proposent des rencontres régionales de formation continue, vérifient l’évolution et l’adéquation des engagements de chacun.

In den vier grösseren Städten des Landes Kinshasa, Kisangani, Mbuji-Mayi, und Goma werden regelmässige Fortbildungen für die dortigen Kursleiter angeboten.

Da unsere Kurse immer in einem Krankenhaus stattfinden, können wir unsere Arbeit zur gleichen Zeit auch den dortigen Aerzten und Verantwortlichen nahe bringen. Das ist am Anfang meist mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden, da die Aerzte meist nur die Präsenz von Heilern kennen, die ihre Aufgabe mit grossen Brimborium und Störung des Spitalbetriebs erbringen. Es braucht eine wochenlange Überzeugungsarbeit. Dies ist zu unserer Freude meistens sehr gut gelungen. Somit hat unsere Ausbildung und die Seelsorge in manchen Spitälern einen guten Namen erhalten

Ausbildung der Kursleiter

Alle 2-3 Jahre wird ein Methodikkurs angeboten, der angehenden Leitern die Möglichkeit eines weiteren Ausbildungsschrittes erlaubt. Die Zahl dieser Methodiktraining hängt von der Anzahl der Anwärter und den Möglichkeiten, einen Kurs mitzuleiten ab. Und auch, ob genügend Kursleiter zur in der Begleitung zur Verfügung stehen

.

Supervision

Supervisoren in Ausbildung müssen von einem anerkannten Kursleiter ständig begleitet werden. In Kinshasa steht uns glücklicherweise Prof.Masiala, Dekan der psychopädagogischen Fakultät zur Verfügung, nebst den bisher anerkannten Supervisoren.

Echos

Es ist klar, dass das Echo auf unsere Kurse nicht in vollem Mass erfasst werden kann. Zu viele verschiedene Personen müssten dafür zu Wort kommen können. Die gehörten Reaktionen aber lassen ganz klar auf eine hohe Befriedigung aller Betroffenen schliessen. Kranke drücken ihre Befriedigung darüber aus, dass sie gehört worden, ernst genommen wurden in ihrer Not, verstanden wurden in schwierigen Gefühlen, wie Trauer oder Scham. Sie unterstreichen auch oft, dass sie zu sich selber gefunden haben, zur eigenen Kraft und auch Heilung.

Am eindrücklichsten für uns sind die Veränderungen, die die einzelnen Teilnehmenden für sich machen konnten. Sie kommen in einen Kurs um „lernen mit Werkzeugen“ umzugehen, dabei entdecken sie zunächst sich selber, die eigene Persönlichkeit, ihre vielfältigen Gefühle. Sie lernen sich mit sich selber zu beschäftigen und die eigenen Gaben zu schätzen. Das ist anfangs verwirrlich, doch wird es bald zu einer erfüllenden Entdeckerfreude der eigenen Möglichkeiten. Die Folgen für die Arbeit am eigenen Ort (Gemeinde,Spital,Gefängnis) und besonders auch in der eigenen Familie sind sehr ermutigend!

Die Personen, welche die Träger des Projektes zu treffen wünschen, sind eingeladen, Kontakt aufzunehmen.

Donnerstag, 30. November 2017

Die Aufgabe ist übergeben!

Die Aufgabe ist übergeben!

Mit der Arbeitssitzung vom 10.-20 Oktober 2017 in Kinshasa ist die Leitung der Klinischen Seelsorgeausbildung an unsere congolesischen Freunde übergeben! Auf dem Bild aus dem Jahre 2012 (!) hatten wir – zugefallenermassen - bereits die ganze Gruppe der (nun anerkannten!) Kursleiter festgehalten.



Der Traum ist heute Wirklichkeit geworden! Heute haben wir eine Gruppe von zehn anerkannten CPT-Kursleitern oder Supervisoren! 5 konnten wir bereits früher, weitere 5 in diesem Herbst 2017 anerkennen. 3 weitere sind in Ausbildung.



Nach sieben Jahren (2010-2017) Arbeit ist das Ziel erreicht. Nun sind unsere congolesischen Freunde selbst Träger des Projekts. Sie tragen heute diese Aufgabe.

Ja, sie sind mehr noch als Träger! Sie haben intensive persönliche Wege zurückgelegt, haben gelernt zu hören und gehört zu werden, haben sich verwandeln lassen. Mit tiefer innerer Berührtheit konnten sie sich einlassen, Achtsamkeit zu lernen und zu leben. Ein festlicher Tag: die Neu-werdung ist gelungen!

Sie haben sich gewinnen lassen, nicht nur für ihre persönliche Neuwerdung, sondern für eine Neugestaltung ihrer pastoralen Arbeit im Spital, im Gefängnis, in der Gemeinde. Sie sind heute in die Rolle von Klinikseelsorgern, geistlichen Begleitern und Kursleitern hineingewachsen.



Für zehn Tage sind sie aus allen Gegenden des Landes in der Hauptstadt zusammengekommen, um
  • die Anerkennungsgespräche zu bestehen und danach zu feiern
  • sich mit weiteren Arbeitsmitteln vertraut zu machen (Weiterbildung)
  • sich selber, resp. der CPT-Ausbildung klare Strukturen zu geben
  • besonders auch im Hinblick auf die Aufgaben mit den Aermsten im Lande
  • die Kurse im ganzen Land zu koordinieren
  • sich um finanzielle Mittel umzutun
  • sich Leitungs- und Organisationsstrukturen zu geben


Die grosse Aufgabe für die Zukunft bleibt die Beschaffung finanzieller Mittel im eigenen Land, eine schwere Sache, wenn wir die enorme Armut im Lande bedenken.

Ein ihrer Beschlüsse ging dahin, kleine Visitationsgruppen zu bilden und in den verschiedensten Kirchen des Landes die Aufgabe des CPT vorzustellen.

Für die nächsten paar Jahre ist die finanzielle Hilfe aus der Schweiz noch unbedingt nötig.

Unsere Arbeit dieser Oktobertage hat nochmals klar zu Tage gefördert, „wir haben noch manches zu lernen“! Und dies hat mit Ermüden nichts zu tun, ganz im Gegenteil, im gemeinsamen Lernen war da wieder die beglückende Erfahrung „zusammen erreichen wir grosse Ziele“, „im sorgfältigen Hören aufeinander erleben wir Kraft und Ermutigung“. Gewiss als Menschen sind wir immer von unserer Zerbrechlichkeit begleitet, doch als Gemeinschaft fühlten wir, auch eine grosse Aufgabe kann uns gelingen!

Die Beiträge der anerkannten Supervisoren für das gemeinsame Lernen
Vielleicht war das kühn, doch die bereits tätigen Leiter brachten Beiträge und waren gleichzeitig bereit, ein Ganzes mit den Anwesenden zu gestalten! Da kam überraschend Schönes zur Gestaltung!
  1. der Ausdruck der Gefühle in den Sprachen des Landes (Kikongo,Lingala, Tshiluba, Swahili). Auf eindrückliche Weise wurde sichtbar, wie nuancenreich jede Sprache mit den Gefühlen umgeht und wie gut es ist, diesen Nuancen nachzugehen.
  2. eine wunderbare und feine Analyse der Trauerarbeit in der vielköpfigen Familie eines der Leiter, dessen ganze Familie geschockt ist über der Ermordung eines ihrer jungen Glieder. Indem der Leiter jedem Teilnehmer eine Rolle aus der Familie gibt, kommt es zu einem tiefen Miterleben des furchtbaren Dramas. Der einsame und gemeinsame Erlebnisprozess wird für alle hocheindrücklich!




  3. eine Konzentrationsübung! Tragen eines gefüllten Glas Wassers auf einem Tablett im Zusammenhang eines Menschen, der verzweifelt aus der Kirche austreten möchte und nach Hilfe sucht! Mit seiner Idee, zweimal mit einem gefüllten Glas Wasser auf einem Tablett ums Haus laufen, gelingt es ihm, die Frau zu einem neuen Verhältnis zur Kirche einzuladen, ja schliesslich zu gewinnen. Das Miterleben der Gruppe weckt viel intuitive Kräfte und Einsichten bei uns Anwesenden! Sich konzentrieren aufs Wesentliche behält alles andere auf Distanz!




  4. Beitrag zum Thema: wie rede ich authentisch? Wie bin ich wahr? Kann ich reden ohne Druck auszuüben? Unsere Aufmerksamkeit wird darauf gerichtet, wie wir echt sein können und uns gleichzeitig von der Liebe leiten lassen.
  5. Beitrag zum „hilflosen Helfer“: wir sind eingeladen dabei zu sein mit einem Spitalseelsorger, der am gleichen Tag von der Spitalleitung erfährt, dass er fortan keinen Lohn mehr erhält und gleichzeitig konfrontiert ist mit einer Witfrau, die eben wenige Tage nach dem Tod ihres Mannes erfahren hat, dass ihr keine Witwenrente zukommen wird. Der Seelsorger ist mit einem doppelten Schock konfrontiert. Die grosse Herausforderung besteht in einem „gestalteten Erlebnis“ gleich zwei Schockerfahrungen zu verarbeiten!


Klaus Völlmin


Die Personen, welche die Träger des Projektes zu treffen wünschen, sind eingeladen, Kontakt aufzunehmen.

Mittwoch, 2. August 2017

Kurse 2017 in Kinshasa, Kisangani und Goma

Kurse 2017 in Kinshasa, Kisangani und Goma

In der Tradition des CPT konnten in diesem Sommer bereits zwei Sechswochenkurse durchgeführt werden, der dritte Kurs in Goma ist seit 15.Juli im Gang. Alle drei Kurse stehen unter einheimischer kongolesischer Leitung! Über die beiden ersten Kurse berichten wir hier!



Der Kurs in Kisangani

  • war organisiert von Samuel Aluta, Kirchenpräsident in der Provinz Kisangani
  • geleitet wurde dieser Kurs von Cyrille Ikomba (anerkannter Kursleiter) und Tsongo Kasereka (in Ausbildung zum Kursleiter)
  • leider sind nur 6 Teilnehmer präsent, auf der Anmeldeliste standen 19 Namen. Der Grund für das Fernbleiben sehen wir im Unvermögen der meisten, den geforderten Eigenbeitrag von $ 100.- zu bezahlen.


Cyrille Ikomba Kasereka Tsongo Samuel Aluta


Hier einige Zitate aus den Kursberichten:

Wir sind in der Gemeinschaft der Brüder St.Josef gut untergebracht. Diese Gemeinschaft hier in Kisangani ist Teil des weltweiten Ordens der Combonier. Es ist gut, hier untergebracht zu sein. Wir geniessen die Ruhe und haben alles, was wir brauchen.



Dieudonné LISANGA KALAMBOLA René MBAMA Jean-Oscar BOKUBALI LINZABE
Jean-Pierre NGOLIE MOLEKA Jumbo GBATE Willy KELEKUZI BIZIBU


Die Kursarbeit geschieht im Hauptspital des Quartiers Kabondo. Das Spital ist eine Gründung der katholischen Gemeinde, ein Haus, das allen Kranken offen steht: für unsere Arbeit als Seelsorger eine ausgezeichnete Voraussetzung! Bereits in der zweiten Kurswoche erleben wir berührende Veränderungen und Entwicklungnen bei unseren Teilnehmern. So beobachten wir eine zunehmende Übereinstimmung zwischen gesprochenem Wort und den darunter liegenden Gefühlen.

Was beim einen schnell vor sich geht, braucht beim andern länger! So werden die Kursleiter länger als wir möchten im Sinne eines Dozenten bewundert, statt als brüderlicher Förderer wahrgenommen: „Ich fange jetzt an, mich selber besser zu verstehen und bin aufmerksam geworden auf mein Inneres und das ist gut!“

Hier einige Auszüge aus den Kursberichten:

Ich finde, dass das CPT den richtigen Rahmen schafft, um andern Menschen angemessen zu begegnen. Ich kann jetzt besser hinhören und mich viel echter verständigen mit den andern. Meine Schwächen und Schlagseiten sind ausgezeichnete Ausgangspunkte, um für mich und mit mir selber zu lernen. Es wäre ganz wunderbar, wenn möglichst vielen Menschen, die in ähnlicher Weise andere Menschen begleiten, eine solche Fortbildung erleben könnten!
NGOLIE MOLEKA Jean Pierre

Das CPT hat mein Leben so verändert, dass ich heute in einer Gruppe ohne Angst ich selber sein kann! Ich brauche nicht mehr gleicher Meinung zu sein wie die andern! Dank dem neugewonnenen Zugang zu mir selbst, bin ich heute viel freier, um auf andere zuzugehen.
JUMBO GBATE

Ich habe gründlich angefangen, meine Gefühle zu schätzen und bin glücklich, sie auch mit meinen Worten klar benennen zu können – in allen Situationen!
LISANGA KAMLAMBOLA Dieu Donné

Das CPT ist für mich sehr hilfreich! Ich habe das Gefühle einer Raupe, die kurz vor ihrer grossen Veränderung zum Schmetterling steht!
BOKUBALI LINZABE Jean Oscar

Das CPT hat mich gelernt von meinen eigenen Brüchen und Spaltungen auszugehen, das ist mir ganz wichtig! Für mich eine enorme, aber gute Umwälzung!
MBAMA MONGA LIHELE René

Dank dieses Lern- und Veränderungsweges bin ich fähig geworden, andere Menschen zu spüren, zu lesen und solidarisch neben ihnen zu sein! Heute bin ich froh, dass ich meine Schattenseiten kenne und von ihnen aus eine Verbindung zu andern Menschen schaffen kann!
KALEKUZI BIZIBU Willy

Diese Ausbildung hat meine tiefe Bereitschaft geweckt, andere Menschen in ihrer Zerbrechlichkeit zu begegnen! Ich bin glücklich, auf einem ständigen Lernweg zu sein!
KASEREKA TSONGO

Das „Ich“ meines Gegenübers und mein eigenes „Ich“ haben mich in die Nähe des Gottes geführt, der von sich sagt JAHWE: „Ich bin ich“ oder „Ich bin der ich bin“ oder sogar „Ich bin da für dich“! Die Befreiung aus der Not ist die Aufgabe, die Jesus sich zu eigen gemacht hat. Dies Aufgabe kommt aus dem Herzen Gottes.
ALUTA KOY-WA-KOY Samuel

Iich bin berührt von diesem deutlichen Unterwegs-sein unserer Teilnehmer. Jenseits der nötigen Umwege und Umbrüche gehen wir gemeinsam auf ein grosses Ziel zu, das ist vielversprechend.
IKOMBA Cyrille

Der Kurs in Kinshasa

  • war organisiert von Alfred Mbuta, dem Verantwortlichen für Pfarrerweiterbildung im Congo, Kursleiter CPT
  • war geleitet von Grégoire NTOBO (anerkannter Kursleiter) und Benoit Ngoyi (in Ausbildung zum Kursleiter)
  • war besucht von 10 Teilnehmenden (2 Frauen und 8 Männern). 5 stammen aus Kikwit, einem Ort ungefähr 500 km von Kinshasa entfernt. Alfred Mbuta hat kurz davor in Kikwit einen Einführunskurs zum CPT angeboten.




Eine Besonderheit dieses Kurses bestand darin, dass der Weg vom Kloster der Combonier bis in die Uniklinik wegen Strasseneubau (nur) mit Motorrad (gefahrvoll) zu bewältigen war. Für dieses Jahr gab es leider keine andere Möglichkeit. Eine Restdistanz von 800 m musste noch zu Fuss zurückgelegt werden.





Die dritte Woche ist der Moment, in dem wir zusammen in grosse Tiefe vorstossen.

Das Spital wurde für uns zum Ort der Entdeckungen, Neuorientierung und Grundsatzentscheide.



Unsere TeilnehmehrInnen haben uns nicht verhehlt, wie sehr ihnen die Spitalwelt Angst einflösst. Dennoch wollten sie sich dieser Aufgabe stellen und sie bestehen.

Und es geht weiter: sie wollen sich mit ihren eigenen verwundeten Stellen in ihrem Leben auseinandersetzen. Heute sind sie zur Überzeugung gelangt, dass das der einzige sinnvolle Weg zu kranken Menschen sein kann. So erleben sie tiefe Begegnungen und im Vollsind des Wortes heilsame Momente



Das Kursende ist erfüllt von starken Augenblicken der Freude und der Trauer: sich von den Kranken verabschieden, sich voneinander verabschieden und festliche Momente – besonders an der Schlussfeier im Haus de ECC (Eglise du Christ au Congo) – wechseln einander ab.



Detaillierte Berichte über die 2 Kurse in Kisangani und Kinshasa sind zu finden unter: http://formationpastoraleclinique.blogspot.ch


Die Personen, welche die Träger des Projektes zu treffen wünschen, sind eingeladen, Kontakt aufzunehmen.